Langes Wochenende

Dieses Woche haben wir ein langes Wochenende, denn am Dienstag ist freedom day. Am Samstag sind wir abends nach Johannesburg gefahren, denn Niko, der in Siyakhula arbeitet, wird am 7. Mai wieder nach Deutschland zurück fliegen, und haben dort ein paar Cocktails genossen. In der 2. Bar haben wir dann auch noch 6 andere Freiwillige getroffen und genau richtig geraten, auch aus Deutschland. Es war ein sehr netter Abend bis ungefähr 11 Uhr, denn dann ist der Strom ausgefallen…. da niemand samstags abends arbeitet, schon gar nicht an einem langen Wochenende, kam der Strom natürlich nicht wieder. Also haben wir den Abend früher beendet als geplant und sind zu einem Freund von Niko (auch ein Freiwilliger aus Deutschland), der sich angeboten hatten uns nach hause zu fahren oder dass wir bei ihm übernachten können. Am Sonntag morgen hat er uns dann bis zur South Gate Mall (etwa halbe Strecke zwischen Joburg und Orange Farm) und den Rest sind wir mit einem Taxi gefahren.
Der Abend war allerdings trotzdem super, vor allem sehr entspannend.

An dieser Stelle muss ich noch mal etwas über das Wetter los werden. Während es bei euch langsam wärmer wird, bekommen wir Winter. Leider ist es nicht so, wie man vielleicht denkt: naja Winter in Südafrika, dann hat man halt nur noch 20°C…. Momentan sind wir bei ca. 15°C über Tag und 5°C in der Nacht angekommen und das kann durch aus noch kälter werden. Außerdem bedenke man, dass die Häuser nicht isoliert sind, sprich, das was wir draußen haben, haben wir fast auch drin….
Für mich heißt das: schlafen mit 2 decken und fast die ganze Zeit mit einem Pullover und einer flißjacke herumlaufen…. wir haben auch einen Elektroheizer was bedeutet Stromausfälle werden jetzt noch kälter…. ;)
Am Dienstag (27.04.) haben Niko und ich für meine Familie gekocht. Ja ihr habt richtig gehört ;) Wir haben Frikadellen mit Bratkartoffeln und einem grünen Salat gemacht. Als Nachtisch gab es dann selbst gemachte Kartoffelpuffer. Wir hatten am Montag eingekauft und mit 6 Personen gerechnet. Am Dienstag Abend waren wir dann 9, denn Nomsa und ihre Familie ist auch noch gekommen, aber das hat man uns natürlich nicht gesagt. Wir standen dann letztendlich ca. 3 Stunden in der Küche. Ich denke für das Essen ist das eigentlich zu lange, aber da wir nicht besonders erfahren sind und das Equipment nicht das beste ist (nur eine Pfanne etc.). Aber am Ende hat es allen sehr gut geschmeckt und es hat auch gereicht. Südafrikaner nehmen sich immer nur einen Teller und nie einen 2. Das hat uns wahrscheinlich gerettet (es ist nicht so dass wir ihnen nicht genug gegeben haben!) Aber nach einem ordentlichem Teller war man dann schon satt. Wunderbar, dann war auch noch mehr als genug für Niko und mich da und wir haben uns wie auf Wolke 7 gefühlt ;). Auch wenn es ein sehr einfaches Essen war, hat es doch sehr lecker geschmeckt (natürlich noch nicht ganz so gut wie bei Mama….).
Außerdem hab ich die Erlaubnis bekommen nochmal etwas zu kochen ;)

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