Neue Entwicklungen

Einmal kurz zu meinem letzten Wochenende:
wir waren ja bei Freunden von Niko, die für ihn ein good-bye Party organisiert hatten. Die Party sah so aus, dass wir gegrillt haben und noch ein paar andere freiwillige und ein freund vorbei gekommen sind, die aber wieder recht früh gegangen sind, denn wir waren draußen und es wurde dann doch recht kalt. Wir habe es aber noch etwas länger ausgehalten, vor allem auch, weil wir noch ein Feuer gemacht haben. Alles in allem war es ein sehr netter Abend und überhaupt war das ganze Wochenende sehr entspannend.

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen:
Gestern hatten wir mal wieder keine Strom, allerdings aus einem anderem Grund als sonst: ein Sicherungskasten war durch gebrannt. Der Elektriker, der am späten Abend gekommen ist, hat es so weit repariert, dass eine Hälfte wieder Strom hat. Jetzt warten wir wieder auf ihn, damit der die andere Hälfte reparieren kann.
Patricia hat uns dann am Nachmittag eine neue Idee vorgestellt. Unser größtes Problem momentan ist Geld. Wir bekommen keine finanzielle Unterstützung von der Regierung und das Geld was wir mit unseren Schülern einnehmen reicht hinten und vorne nicht. Am ende jedes Jahres geht uns das Geld aus was für unsere angestellten bedeutet, dass sie kein oder nur sehr wenig Gehalt bekommen. Auch Sponsoren sind nur sehr schwer zu finden, denn es gibt kaum Firmen, die Projekte wie uns unterstützen und wenn sie es doch tun dann nur indem sie Equipment spenden. Mit Equipment sind wir sehr gut ausgestattet, da können wir uns nicht wirklich beschweren. Also die neue Idee, um Geld Unterstützung von der Regierung zu bekommen ist, dass wir zu einem „Drop-In Centre“ werden. Das heißt genau: am Nachmittag kommen Schüler nach der Schule zu uns und wir bieten ihnen Essen an, danach helfen wir mit den Hausaufgaben und ansonsten können sie Computer lernen oder wir organisieren Nachmittagsprogramme.
Die allermeisten Firmen unterstützen Kinder und deshalb wollen wir in diesen Zweig mehr investieren. Das Ganze bedeutet jetzt natürlich eine ganze menge Planung und die Idee ist noch ganz frisch.
Dies ist unser Plan:
wir werden Anfangen und uns an die Schulen wenden um Werbung zu machen. Wir werden erstmal nur max. 30 Schüler akzeptieren, denn wir müssen herausfinden wie das alles funktionieren wird, auch essen werden wir noch nicht an bieten können, denn dafür fehlt es noch an Geld. Wenn das Programm mit den 30 Schülern gut anläuft, hoffen wir auf Sponsoren, die uns dann helfen können mehr Kinder unter zu bringen und diese dann auch mit Essen versorgen zu können. Der Vorteil ist, dass wir die Räumlichkeiten bereits haben, auch eine große Küche. Das Problem ist nur, das alles zu planen und wenn wir mehr Kinder bekommen, dann brauchen wir auch mehr Angestellte und lokale Freiwillige, die uns helfen.
Der Vormittag würde weiter genau so aussehen wie er es bislang tut: wir haben weiterhin unsere normalen Klassen.
Also das ist bislang unsere Situation. Ich finde die Idee eigentlich ganz gut, nur muss es alles sehr genau geplant sein, damit wir möglichst schnell auf die Beine kommen. Zum Beispielen waren wir schnell dabei zu überlegen wie viele Schüler wir insgesamt aufnehmen können. Daraufhin habe ich ein gewendet, dass wir lieber nicht unsere gesamte Kapazität nutzen, dann wir sind noch viel zu unerfahren, sondern dass wir lieber erstmal nur mit ein paar (max. 30) Schülern anfangen. Ein anderes Problem, das wir auch mit unseren jetzigen Klassen haben, ist, dass wir wenn wir voll sind keine weiteren Schüler mehr annehmen können. Bei unseren jetzigen Klassen ist es so, dass sobald sich jemand neu registriert, er sofort in die Klasse gesteckt wird, selbst wenn diese schon seit 2 Monaten läuft. Das macht es für uns Lehrer natürlich immer sehr schwer, denn der neue Schüler muss erstmal den alten Unterrichtsstoff aufholen. Auch für das Drop-In centre MÜSSEN wir eine klare Linie ziehen und eine maximal Anzahl festlegen, dann ansonsten kann es sehr schnell aus dem Ruder laufen aber damit haben einige hier Probleme. Auf der anderen Seite können wir einen großen Andrang auch wieder zu unserem Vorteil nutzen, denn wir können damit neuen Sponsoren beweisen, das eine großen Nachfrage besteht. Also wie man sieht gibt es noch eine ganze menge zu organisieren und zu durchdenken, aber heute ist ja auch erst Tag 2 dieses neuen Projektes.

Soweit von hier. Ich werde euch weiter auf dem laufenden halten!

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