Cape Town

30. Januar 2010

Morgen geht es nach Cape Town. Wir werden dort unser Mid-Stay haben, von AFS organisiert. Also die erste Haelfte des Aufenthalt reflektieren. Ich freue mich schon und bin gespannt was die Anderen so zu erzaehlen haben.

Kruger National Park

28. Januar 2010

Ersteinmal muss ich mich entschuldigen, dass dieser Bericht erst so spät kommt. Jetzt aber und auch die Fotos müssten jetzt da sein.

Nun aber vom Anfang:

Am 14.1. sind Siyabonga und ich mit Sarah, einer Freundin von Patricia, nach Giyani gefahren. Sarah hat ihre Tochter in Joburg besucht und auf der Rückfahrt war ihr Auto leer und somit war genug Platz für Siya und mich vorhanden. Sarah wohnt mit ihrem Mann Paul in Giyani, was im Nord-Osten von Südafrika in der Provinz Limpopo liegt. Es ist eine der heißesten Regionen Südafrikas. Das haben wir von Donnerstag bis Samstag auch gleich zu spüren bekommen, denn wir hatten um die 40°C. Am Sonntag und am Montag hat es sich dann glücklicherweise etwas abgekühlt. Von Freitag bis Montag haben wir nicht viel gemacht. Sarah und Paul sind beide pensionierte Lehrer und Sarah leitet jetzt ein Projekt, was aus Glas Perlen und andere Anhänger für Ketten erstellt. Siya und ich mussten dort kurz die 2 Computer aufbereiten. Aber der eigentliche Grund warum wir nach Giyani gefahren sind, ist der, dass Giyani eine Autostunde vom Krüger National Park entfernt liegt und Paul und Sarah uns eine Rundtour durch den Park geben wollten. Paul kennt sich sehr gut im Park aus und hat ein sehr geschultes Auge wenn es darum geht, Tiere zu finden. Der Krüger National Park ist einer der Orte, wo ich auf alle Fälle hin wollte, solang ich hier in Südafrika bin.

Geplant war dann folgendes: Am Dienstag und Mittwoch verbringen wir den Tag im Park mit einer Übernachtung. Der Park hat eine Nord-Süd Ausdehnung von ca. 350km und Ost-West 60km. Auf geteerten Straßen darf man maximal 50km/h fahren und auf Sandstraßen nur 40km/h. Der Park liegt in Südafrika und hat seine östliche Grunze mit Mosambik. Wir sind am Dienstag dann um 7 Uhr losgefahren und waren somit um 8 Uhr am Eingangstor Punda Maria, welches fast ganz im Norden des Parks liegt. Es war morgens schon so heiß, dass das für den ganzen Tag gereicht hätte. Dann ging die Safari los: Das erste Tier, was wir gesehen haben, war ein Impala (davon gibt es übrigens unendlich viele im Park….). Danach kam ein Elefantenbulle aus dem Gebüsch und so ging es immer weiter…. Wir haben sehr viel Glück gehabt, denn unter anderem haben wir folgende Tiere gesehen: Die „big Five“ (Die fünf größten, schönsten, am schwersten zu jagenden und somit wertvollsten Tiere Afrikas) Elefant, Nashorn, Leopard, Löwe und Büffel; Zebras, Giraffen, verschiedenste Arten von Gnus, Störche, Wildschweine, Chamäleon, Nilpferde, Krokodile, Steinbock, Affen etc.

Der Tag bestand natürlich im Grunde genommen nur aus Herumfahren. Aber trotzdem wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es war einfach spannend all diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und es war immer eine Herausforderung zu versuchen die seltenen Tiere zu finden. Elefantenherden haben regelmäßig unsere Straße überquert oder man hat einen Elefanten am Horizont entlang ziehen gesehen, Zebras, Giraffen und Gnus haben zusammen gegrast oder wir haben Nilpferde einfach nur gemütlich im Wasser liegen gesehen. Am Dienstag hatten wir also das enorme Glück 2 junge Leoparden zu sehen, die aus dem Gebüsch an der Seite der Straße heraus kamen und wir konnten wunderschöne Fotos von den beiden machen. Übernachtet haben wir dann in Skukuza. Im ganzen Park gibt es an verschiedenen Stellen Unterkünfte, wo man übernachten kann. Skukuza liegt in etwa in der Mitte des Parks. Am Mittwoch sind wir wieder um 6 Uhr losgefahren. Gefehlt haben uns noch ein Nashorn und ein Löwe, die wir unbedingt sehen wollten. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, denn es hat fast den ganzen Tag geregnet und wir haben bei weitem nicht so viele Tiere wie am Dienstag gesehen aber dann hatten wir doch noch Glück. Auf einer Brücke stand ein Auto und wann immer man ein Auto stehen sieht, fährt man schön langsam heran und versucht auch zu sehen, was die sehen (Aussteigen ist verboten, zur eigenen Sicherheit) und siehe da, ein ganzes Stück entfernt im ausgetrockneten Flussbett lag ein männlicher Löwe. Kurz bevor wir den Park verlassen haben, haben wir noch eine Nashornmutter mit ihrem Kleinen gesehen. Auch etwas weiter entfernt aber immerhin. Ich kann also sagen, dass der Aufenthalt absolut perfekt war. Ansonsten kann ich euch nur empfehlen euch die Fotos anzugucken. Ich weiß nicht in wie weit diese die Atmosphäre herüberbringen aber ich denke ihr könnt euch damit gut vorstellen wie es dort aussieht. Insgesamt sind wir übrigens ca. 1000km gefahren und haben alle größeren Straßen (und damit alle geteerten Straßen) abgefahren.

So und jetzt muss ich mich auch schon langsam auf meine nächste Reise vorbereiten, denn vom 1. bis 5. Februar haben wir unser Midstay in Cape Town. Alle weltwärts-Teilnehmer, die mit mir nach Südafrika geflogen sind, werden sich in Cape Town treffen und wir werden die erste Hälfte unseres Aufenthaltes reflektieren. Dafür muss ich noch eine Präsentation vorbereiten :S, allerdings freue ich mich schon aus 2 Gründen: Zum Einen die Anderen wieder zu sehen und zum Anderen sehe ich somit Cape Town. Patricia meinte, dass sie noch keinen Freiwilligen gehabt haben, der so viel gereist ist. Aber keine Sorge, arbeiten tue ich auch ;) und davon gibt es momentan mehr als genug, denn wir müssen das Jahr planen und es gibt ein paar Kleinigkeiten, die wir Umstrukturieren müssen….

Und hier die Fotos

Tagebucheintrag vom 31.12.09

6. Januar 2010

Heute sind wir wieder nach Hause gefahren. Wir haben auf dem Rückweg noch bei einem kleinen Markt angehalten. Auch die Einreise nach Südafrika war kein Problem.

Wir sind erst gegen 6 Uhr zu Hause angekommen und dann musste schnell etwas für Silvester organisiert werden. Wir sind zu einem Freund von Siya gefahren, der etwas außerhalb vom Lärm wohnt. Es war ein sehr ruhiges Silvester, wobei das nur an unserer Lage lag, denn böllern können Südafrikaner auch ganz gut. An dieser Stelle: Ich wünsche euch allen ein wunderschönes und erfolgreiches Jahr 2010!

Tagebucheintrag vom 30.12.09

6. Januar 2010

Heute ist nichts weiter spannendes passiert. Wir sind spät aufgestanden und hatten eine Gottesdienst am morgen, der aber irgendwie erst um 14:30 vorbei war. Von da an haben wir nur noch gechillt und ich habe viel gelesen.

Abends haben Siya und ich das Auto „geklaut“ und sind zu einer neu eröffneten Lounge gefahren. Es ist ein kleines Hotel mit Bar und Restaurant. Es sieht sehr nett aus, nur könnte es noch ein wenig mehr Dekoration vertragen. Ein Bier später und nach einem Poolspiel sind wir wieder nach Hause gefahren.

Tagebucheintrag vom 29.12.09

6. Januar 2010

Wir sind um 6:30 aufgestanden, womit ich eigentlich kein Problem hatte, denn es hatte sich in der Nacht kaum abgekühlt und es war noch zu warm um wirklich wieder zu schlafen. Kurz nachdem ich aufgestanden bin, hat Patricia mich gefragt, ob ich mit kommen möchte ein paar Leute zu besuchen, die kürzlich einen Geliebten verloren haben. Da an Schlafen nicht mehr zu denken war, bin ich mit gekommen, um auch gleichzeitig die Chance zu nutzen, etwas mehr von der Umgebung zu sehen. Ich hatte nur erst etwas bedenken, dass das vielleicht traurig wird oder so aber so war es zum Glück nicht. Wieder zu Hause angekommen, gab es Frühstück und danach habe ich mich gewaschen. Ich bin es ja gewohnt eine große Plastikschüssel zu benutzen aber in Orange Farm haben wir immerhin eine große Badewanne, sodass ich nicht sehr vorsichtig mit dem Wasser umzugehen brauche. Nun hier haben wir keine Badewanne und kein Badezimmer aber auch das habe ich souveräne gemeistert ;-). Warmes Wasser habe ich auch nicht gebraucht, denn obwohl es erst 9 Uhr war, war es schon wieder zu heiß. Am Nachmittag sind wir einkaufen gefahren und wir haben den ersten Fernseher gekauft. Es ist nun etwas bewölkt, sodass ich hoffe, dass es in der kommenden Nacht nicht so warm wird.
Heute Abend war der Gottesdienst. Nun ich dachte es wird ein „normaler“ Gottesdienst Vielleicht etwas länger aber da hatte ich mich getäuscht. Es war ein Healing Prayer, geleitet von Patricia und Thembi. Das ganze hat ca. 6 Stunden gedauert….
So gegen 7 Uhr gings los. Während des Gottesdienstes habe ich nichts verstanden, also warum was wie gemacht wird und auch was die Leute gesagt haben, denn wie immer war alles in Zulu und dieses mal wirklich nur Zulu und nicht wie sonst, dass immer wieder englische Wörter dabei sind. Dadurch gebe ich zu, dass es nicht besonders spannend war, denn nach einer Stunde, hatte ich irgendwie alle Gewänder und was es sonst noch zu sehen gab, bereits 20 Mal genau gemustert. Aber dazu mehr gleich. Zum Ende hin hatte ich echt riesen Probleme mich noch wach zu halten aber ich habe gekämpft, da ich in keiner Weise unhöflich sein wollte. Als wir dann gegen 20 Minuten vor 2 zu Hause waren, bin ich sofort todmüde ins Bett gefallen und es hat keine 2 Minuten gebraucht bis ich tief und fest geschlafen habe. Daher hatte ich keine Zeit Fragen zu stellen, wofür ich aber am nächsten Morgen Zeit hatte. Also nun zum Healing Prayer:
Stattgefunden hat das ganze in dem sog. Projekt. Nun muss ich schon wieder etwas weiter ausholen. Patricia hat in dem Dorf ein Grundstück mit einigen größeren Gebäuden gekauft und dort ein Projekt gestartet. Eigentlich wollte sie das benutzen um sich dorthin später zurück zu ziehen aber immer noch etwas zu tun zu haben. Es ging wohl in erster Linie darum, dass dort Gardinen hergestellt werden sollten. Die Maschinen stehen noch da aber das Ganze lief etwas aus dem Ruder, denn die Leute, die dort das Sagen gehabt haben, konnten das nicht wie Patricia etwas gehofft hatte, alleine managen und letztendlich war es zu viel Arbeit für Patricia, sodass sie gezwungen war das Projekt fallen zu lassen. In einem von diesen etwas größeren Räumen hat der Gottesdienst stattgefunden. Wir waren ca. 20 Leute, Kinder mit eingerechnet (Nein, das ist nicht das ganze Dorf). An einer Stirnseite stand ein Tisch, der als Altar diente. 9 Leute saßen in der Mitte auf Stühlen, ich auch. Im Uhrzeigersinn um die neun Stühle, angefangen beim Altar, standen Patricia und Thembi, Patricias Tante, ein Mann vom Dorf und Siya mit der Trommel. Hinten saßen zu Anfang die Kinder, später haben sie sich auf die Matte gelegt und sind eingeschlafen. Die Reihenfolge ist wichtig aber dazu komme ich gleich. Nach der ersten Stunde sind wir (die Kinder und die neun Leute auf den Stühlen und Siya) raus gegangen in einen anderen Raum. Patricia hat den Gottesdienst weitergeführt und wir haben gewartet…. und gewartet… eine Stunde lang. Danach durften wir wieder zurück. Als wir wieder zurück kamen, hatte sich einiges geändert: Auf dem Altar standen jetzt Kerzen und dahinter an der Wand hing ein weißes Tuch mit einem roten Kreuz drauf, Patricia und Thembi haben das selbe lila Gewand mit einem breiten gelbe Kragen getragen. Patricias Tante hat ein rotes Gewand getragen. Alle Gewänder waren Knie-lang. Der Mann hat eine Art Kutte in weiß getragen. Nur Siya hat sich nicht umgezogen, denn er war wohl zu faul gewesen, seine Sachen vorzubereiten. Was bedeuten die Gewänder? Wie wahrscheinlich schon richtig vermutet, spiegeln sie die Stellung oder den Rank da. Je mehr man von der Bibel versteht, desto höher steigt man auf. Und wieder richtig vermutet: die Reihenfolge wie die Leute im Uhrzeigersinn standen, spiegelte den Rank wieder. Der Gottesdienst ging weiter. Es wurde gesungen und es wurden Stellen aus der Bibel vorgelesen und erklärt. In einem normalen Gottesdienst hat jeder eine Bibel. Die Stellen werden zwar vorgelesen aber jeder kann sie mit lesen. Hier hatten wir, die in der Mitte saßen, keine Bibel, denn wir waren Gäste vor Gott und die Stellen wurden uns vorgelesen. Tja leider hatte ich somit nicht die Gelegenheit die Stellen in Englisch zu lesen. Ich wurde leider immer müder und die Kinder sind auch langsam eingeschlafen. Dann hat Thembi über dem Wasser gebetet und jeder hat ein Glas mit dem Wasser bekommen. Wir haben kurz gebetet und dann getrunken. Das tat ganz gut, denn das hat mich erstmal wieder wach gemacht. Auch die Kinder haben Wasser bekommen und wer nicht aufwachen wollte, dem wurde das Wasser eingezwungen. Danach haben Patricia, Thembi, Patricias Tante, der Mann und noch eine Frau erzählt wie Gott ihnen geholfen hat. Um zu verstehen zu können wie Gott geholfen hat, muss man natürlich erstmal das Problem beschreiben und wie es entstanden ist. Naja ich denke ich brauche nicht zu sagen, dass das Ganze also viel Zeit in Anspruch genommen hat. Gegen 1:30 war der Healing Prayer dann vorbei. Kurz bevor Siya und ich nach Hause gegangen sind, habe ich gesehen, dass die Gewänder immer im kniender Haltung abgenommen werden (und wahrscheinlich auch angezogen werden).
Ich habe mich gewundert, dass ich die Kleidung vorher noch nie gesehen habe. Wir waren nun ja schon einige Male in der Kirche aber ich hab noch nie jemanden diese Kleidung tragen gesehen, weder auf der Straße, noch der Pastor in der Kirche. Das liegt daran, dass diese Gewänder nur zu besonderen Anlässen getragen werden und auch nur in der Kirche. Außerdem wird die Kleidung nicht offen herumliegen gelassen.

Tagebucheintrag vom 28.12.09

6. Januar 2010

Gestern bin ich von Nomsa abgeholt worden und nach Dawn Park gebracht worden, denn heute sind wir alle nach Swaziland (Swaziland ist ein kleines Königreich und grenzt an Südafrika im Osten an.) gefahren. Damit alle mehr Platz haben, bin ich mit Nomsa, Philliom, Wakhiwe und ihrem Gärtner gefahren und Patricia, ihre Schwester (Thembi) und Siyabonga in unserem kleinen Auto. Wir sind dann um 3 Uhr aufgestand und um 4 Uhr waren wir auf der Straße. Wir sind bis ca. 10km vor die Grenze gefahren und haben bei Phillioms Elternhaus gehalten. Dort lebt jetzt nur noch sein Bruder (übrigens der Vater von Sandile, der auch dort war). Man hatte mir gesagt, dass ich keine Jeans mit zu nehmen brauche, denn es ist sehr, sehr heiß in Swaziland aber bei dem Zwischenstopp waren wir noch recht hoch und mitten in den Wolken. Dementsprechend kalt war es auch. Aber es war auch noch sehr früh, denn wir waren schon gegen 9 Uhr da. Kurze Zeit später haben sich die Wolken langsam verzogen und dann hatte man eine wunderschöne grüne und hügelige Landschaft vor sich.
Die Häuser, die hier stehen, sind sehr primitiv eingerichtet, ohne fließendem Wasser und ohne Strom. Der Herd wird mit Holz geheizt.
Ich bin dann in das kleine Auto umgestiegen und für uns ging es weiter nach Swaziland. Da, wie erwähnt, Swaziland ein eigenes Land ist, mussten wir ganz formell aus Südafrika ausreisen und in Swaziland wieder einreisen. Hoffentlich klappt das alles mit meinem Visum, wenn wir wieder in Südafrika einreisen…. :P
Wir haben ja nur einen kleinen Opel Corsa und der war bereits voll mit unseren Koffern aber wir mussten nochmal einkaufen in einer etwas größeren Stadt, bevor wir in den Busch fahren und wir haben nicht gerade wenig eingekauft. Aber wer dachte, dass das Auto jetzt wirklich voll ist, hat sich getäuscht, denn wir haben auch noch eine Trommel gekauft und das ist keine kleine Handtrommel sondern hat die Größe von der großen Trommel eines Schlagzeugs (kenne leider nicht den Fachbegriff). Nun diese Trommel lag dann auf unserem Schoß und halb im Gesicht aber es waren ja nur noch 45 min. bis nach Hause. Warum die Trommel? Der eigentliche Grund, warum wir nach Swaziland fahren ist nicht um Urlaub zu machen, sondern, weil der Führer von Patricias Gemeinde sie gebeten hat einen letzten Gottesdienst in 2009 in Swaziland zu halten. Für diesen Gottesdienst ist auch die Trommel gedacht, da es ja sonst keine Musikinstrumente hier gibt (nicht wie bei uns in jeder Kirche eine Orgel), ist die Trommel ein gutes Instrument um den Gottesdienst ein wenig auf zu peppen.
Nun sind wir endlich im Busch in Swaziland angekommen. Ich weiß nicht wie ich den Lebensstandard genau richtig definieren kann.Man lebt vom Ackeranbau und der Viehzucht. Kühe, Hühner und Ziegen laufen frei herum. Es gibt einen sehr kleinen Supermarkt. Strom kam vor 2 Jahren und niemand hatte damit gerechnet, denn das Dorf liegt noch ein ganzes Stück abseits von der Hauptstraße. Wir haben kein fließend Wasser, gekocht wird auf einer Gasplatte. Wir haben keinen Kühlschrank, sondern eine Gefriertruhe. Die Toilette ist selbstverständlich ein Plumsklo ohne Überdachung draußen. Unser Haus ist aus Stein mit einer sehr netten Veranda, so wie die meisten Häuser. Es gibt hier aber auch noch die traditionellen, runden Häuser, die mit Reed gedeckt sind. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt. Man lebt noch recht primitiv.
Jedes Haus sammelt das Regenwasser vom Dach in einer großes Tonne. Das ist unser Trinkwasser. Man hat mir gesagt, dass die Luft sehr sauber ist und es somit kein Problem ist das Wasser zu trinken. Sollte man kein Wasser mehr in der Tonne haben, muss man ein Stück weiter gehen und Wasser pumpen.
Wir haben nach hinter heraus einen sehr schönen Blick auf die gegenüberliegende Bergkette.
Der „Hof“ ist natürlich nicht gepflastert, sondern das Gras ist entfernt worden und es ist einfach Sand. Ach übrigens war es hier wie versprechen super heiß und in der ersten Nacht habe ich nicht besonders gut geschlafen.

Fotos aus Swaziland

Tagebucheintrag vom 25.12.09

6. Januar 2010

Heute ist Weihnachten. Wie ich schon mal erzählt habe, gibt es hier keine Geschenke oder einen Weihnachtsbaum oder sonst irgendetwas was auf Weihnachten hindeutet. Aber heute war Familientreffen. Nomsas Familie aus Dawn Park ist gekommen und haben gleich noch eine Familie mitgebracht, dann waren 2 Kinder und ein Mann vom Siyakhula Children’s Home da und Muke, Reggie und Sibusisu. Wir hatten perfektes Wetter mit 30°C und von daher war es überhaupt kein Problem, dass alles in erster Linie draußen statt fand. Die Musikanlage war draußen und wir haben gegrillt. Da es sehr viel Fleisch zum Grillen gab, hatten wir 2 Grills und Shima, Reggie und ich hatten die Verantwortung. Dadurch, dass wir gegrillt haben, brauchten wir nicht an dem kurzen Gottesdienst, den Patricia veranstaltet hat, teilnehmen. Nach dem Beten war das Fleisch fast fertig (es war ca. 13 Uhr) und es gings ans Essen. Pap, Fleisch und Wurst und Salate, darunter auch ein Nudelsalat. Es hat sehr gut geschmeckt. Ansonsten ist nichts spannendes mehr passiert. Wir haben draußen bei ein paar Bierchen gechillt und Nomsa und Familie haben uns schon gegen 5 Uhr wieder verlassen. Gegen 10 Uhr wurde die Musikanlage abgeholt und zu der nächsten Feier gebracht. Dadurch wurde es dann sehr ruhig und wir haben noch etwas TV geguckt und ich habe die Ruhe, die dann eingetreten ist genossen.

Ein Geschenk habe ich von Nomsa bekommen: Ein neues Hemd. Und auch ich konnte ein Geschenk zurückgeben: Eine CD mit allen Fotos, die ich in Dawn Park und Durban gemacht habe.

Insgesamt kann ich sagen, dass es ein sehr schöner Tag war aber letztendlich doch sehr anders als deutsche Weihnachten.

Fotos

Tagebucheintrag vom 24.12.09

6. Januar 2010

Weihnachten. Weihnachten wird hier wie in Amerika erst am 25.12. gefeiert. Dementsprechend war heute nichts besonderes los. Patricia und Shima sind Morgens losgefahren zum Einkaufen und sind erst am späten Nachmittag wieder gekommen. Morgens hat Siya mich gefragt ob ich mit zum Telecentre kommen möchte, denn dort werden neue Fenster eingesetzt und Patricia wollte, dass Siya da ist um beim Einbau zu helfen. Ich habe mich dagegen entschieden, denn ich wollte nochmal einen Tag entspannen. Ich weiß nicht wie es beim Telecentre jetzt aussieht aber es wurde wohl auch der Container gestrichen. Naja das hat man mir nicht erzählt und ich werde wohl sehen wie es aussieht, wenn wir das nächste mal da sind. Von daher war ich mit Pinky und Gogo den Tag alleine im Haus, was auch mal wieder sehr angenehm war. Am späten Nachmittag, nachdem alle wieder nach Hause gekommen sind, haben Siya und ich die Musikanlage mit ein paar anderen ein Stück weiter die Straße runter getragen und haben Musik gehört und bei einem Bierchen gemütlich gechillt.

Tagebucheintrag vom 19.12.09

6. Januar 2010

Ein ganz entspannter Tag. Siya und ich sind gegen 12 Uhr losgefahren um die Musikanlage abzuholen und zum Siyakhula Children’s Home zu bringen, denn dort fand eine Weihnachtsfeier statt. Es war das erste Mal, dass ich alle Kinder sehe, die bislang da sind. Alle Kinder kommen von der Straße. Es sind ca. 30 Kinder da und die meisten sind zwischen 14 und 16 Jahre alt. Siyakhula ist aber noch nicht voll.

Erst gab es Essen: Vorspeise: Süßigkeiten; Hauptgang: Pap mit gegrilltem Fleisch und Wurst (nicht selber gegrillt); 1. Nachtisch: Eis; 2. Nachtisch: Kuchen.

Danach wurde getanzt, gesungen und kleine Theaterstücke aufgeführt, die alle etwas damit zu tun hatten, wie dankbar die Kinder sind, dass sie jetzt in Siyakhula leben dürfen.

Gegen 5 Uhr fing es dann an zu regnen und um 6 Uhr sind wir abgeholt worden und haben die Musikanlage wieder nach Hause gebracht.

Abends habe ich dann Zeit gefunden anzufangen die Fotos von Durban zu sortieren.

Videos von den Aufführungen

Fotos des Tages

Tagebucheintrag vom 18.12.09

6. Januar 2010

Es geht wieder nach Hause :(

6 Uhr aufstehen; Sachen fertig packen; frühstücken; Auto packen; 8 Uhr losfahren; bei 2 Shops anhalten, wo wir auch schon auf der Hinfahrt gehalten haben;weiterfahren; nach der Hälfte wieder eine Pause machen, Burger essen; letzte Kilometer fahren; alle zu Hause abliefern; Sachen in das andere Auto packen; nach Orange Farm fahren; Home Sweet Home.

Auf der Fahrt habe ich 2 Zebras und eine Herde Gazellen gesehen :) allerdings bin ich mir nicht 100% sicher ob die wild waren. Ich habe aber auf alle Fälle keine Zäune gesehen :P

Fotos des Tages

Zusammenfassung der letzten Woche:

Es war super! Das Leben war etwas luxeriöser als in Orange Farm. Der Trip nach Durban hat sehr viel Spaß gemacht. Die Hotellage war einfach perfekt, nur stand der Trip unter einem etwas anderem Stern, als ich es gewohnt bin. Es ging eigentlich in erster Linie ums Shoppen und nicht wie ich es gewöhnt bin Sightseeing und ich muss sagen, dass mir das doch etwas gefehlt hat, auch wenn es in Durben vielleicht nicht soo viel zu sehen gibt.